«Wir stehen vor unserem historischen Rekord»

 
   
  
   
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    Longines-Botschafterin  Giulia STEINGRUBER  und Präsident  Walter VON KÄNEL  eröffneten am 13. Dezember die neue Longines-Boutique auf dem Bürgenstock.

Longines-Botschafterin Giulia STEINGRUBER und Präsident Walter VON KÄNEL eröffneten am 13. Dezember die neue Longines-Boutique auf dem Bürgenstock.

 

Vor 40 Jahren erklomm Walter von Känel (Jahrgang 1941) zum ersten Mal den Bürgenstock am Vierwaldstättersee. Seither war er niemals mehr dort. Doch diese Woche kam er wieder – für einen speziellen Event: Longines eröffnet auf dem Bürgenstock die erste direkt geführte Monomarken-Boutique in der Schweiz. Am Rande des Anlasses sprach er mit WATCH AROUND über China, die Marktperspektiven der Branche, die Bedeutung von Quarzwerken etc.

 

WATCH AROUND: Herr von Känel, wie läuft das Geschäft?

Walter von Känel: Wir spüren seit Monaten eine positive Stimmung. Die Swatch Group hat den Trend ja schon bestätigt.

Was Nick Hayek kürzlich sagte, stimmt also?

Was Nick Hayek sagt, stimmt. Alle Marken der Swatch Group sind verglichen mit dem Vorjahr im Plus.

Und wo steht Longines?

Wir stehen unmittelbar vor unserem historischen Rekord. Und das Jahresend-Geschäft ist ausserordentlich gut.


 
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«Irgendwie bin ich ein Russe»

 

Stickwort China. Was sagen Sie uns dazu?

Ich reise schon seit 1971 regelmässig nach China. Und die Marke Longines verkaufte da ihre erste Uhr 1867. Dank Nicolas G. Hayek und dem Marketing gehörten wir zu den ersten, die eine ständige Vertretung in China für den After-Sales-Service aufbauten. Heute dominieren wir mit den anderen Marken der Gruppe diesen Markt ganz klar.

Etwas konkreter: Wie sieht es mit dem Verkauf von Longines-Uhren in China aus?

Alles was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir von den Antikorruptions-Gesetzen nicht tangiert wurden, ganz im Gegenteil.

China bleibt also ihr Hauptmarkt?

Ja, sofern man nicht vergisst, dass China auch Hong Kong, Macao und Millionen von Touristen beinhaltet, die den südostasiatischen Raum und Europa bereisen. Aber man sollte deswegen die arabischen Länder und Europa nicht unterschätzen.

Sie haben seit zwei Jahren stark auf Europa und die Vereinigten Staaten gesetzt. Heisst das, dass punkto Wachstum in China das Ende der Fahnenstange erreicht ist?

Sicher nicht. Ich habe kürzlich an einem Seminar über China teilgenommen. Die Informationen über das Wachstum der Bevölkerung und die Prognosen haben mich in gute Stimmung versetzt. Das Wachstumspotenzial ist beachtlich. Dazu habe ich es mir zum persönlichen Ziel gesetzt, auch bei der lokalen Kundschaft in Europa und den USA weiterzukommen.

Wie sieht es in Hong Kong aus?

Hong Kong ist zurück. 2014 hatten wir den absoluten Höhepunkt erreicht. 2015 kam es zu den Yellow-Umbrella-Demonstrationen. 2016 haben wir gespürt, dass es wieder anzieht. Und 2017 ist ein exzellentes Jahr in Hong Kong.

Warum, wenn China so gut läuft, wollen sie in Europa und in den USA verstärkt auftreten?

China ist unser Hauptgeschäft. Und dieses Geschäft läuft. Wir haben vor zwei Jahren ganz einfach entschieden, dass wir uns unserer lokalen Kundschaft in Europa und den USA stärker nähern wollen. Und das beginnt zu wirken.

Wie gehen sie vor?

Es brauchte passendere Modelle und Investitionen in die Kommunikation bei den lokalen Medien. Wir reden von einem Fünfjahres-Programm, das bereits Wirkung zeigt.

Mit welchem mittelfristigem Ziel?

Auf jeden Fall ein zweistelliges Wachstum, ein gutes zweistelliges Wachstum.

Woher kommt Ihre Zuversicht. Von der Preispositionierung?

Wir haben das Glück, zu einer grossen Gruppe mit einer klaren Vision und einer vertikalisierten Produktion zu gehören. Das ist ein grosser Vorteil für uns. Dazu kommt die Kraft in der Distribution mit 37 Filialen in der ganzen Welt.


Wir spüren seit Monaten eine positive Stimmung.
— Walter von Känel, Präsident Longines

Die Distribution ist der Schlüssel zum Erfolg?

Es gibt keinen Schlüssel. Es gibt nur Vorteile, die sich gegenseitig verstärken und uns ermöglichen, konsistent und beharrlich unseren Weg zu beschreiten. Der Preis gehört bei uns zur Kontinuität.

Punkto Vertikalisierung der Produktion innerhalb der Gruppe haben sie auch schon anders gedacht. Hätten sie nicht eine vollwertige Manufaktur vorgezogen?

Klar, ich erinnere mich gut an die ersten schwierigen Diskussionen zu diesem Thema. Aber die Vision war gut. Heute ist es klar: Wir verkaufen Uhren, nicht Uhrwerke. Die Konzentration auf die ETA ist eine Stärke.

Sie haben den ganzen Wandel bei Longines miterlebt. . .

. . . 48 Jahre in der Firma! Ich habe Longines noch als Familienunternehmen erlebt, dann die ersten Fusionen, die General Watch Company, Ausuag, SIHH und die Swatch Group. Ich darf ehrlich sagen, dass wir ohne Swatch Group nie dahin gekommen wären, wo wir heute sind.

Warum eigentlich?

Eine Uhr besteht aus einem Motor und einer Karosserie. Dank ETA haben wir Zugang zu den besten Motoren, ohne unser Preissegment verlassen zu müssen. Wir finanzieren unsere eigenen Entwicklungen, und die Vertikalisierung erlaubt es uns, unserer Mittel auf Marketing und Distribution zu konzentrieren. Wir machen den Grossteil unseres Umsatzes mit mechanischen Dreizeiger-Uhren mit Datum. Die wiederum beruhen auf zwei Kalibern. Eine Marke kann ganz allein nie unser Volumen erreichen.

Sie verstärken auch den Quarz-Anteil bei Ihren Kollektionen.

Quarz wächst stückzahlmässig, aber nicht anteilsmässig am Umsatz. Mechanische Uhren machen 80 Prozent unserer Verkäufe aus, Quarz 20 Prozent. Und beide Kategorien wachsen.

Sie sagen, eine Uhr bestehe aus Motor und Karosserie. Was können Sie uns über Ihre Karosserien sagen?

Wir haben eine einzige Regel: Wir wollen eine grosse Stabilität bei den Modellen. Man muss wissen, was man will, und sich nicht verzetteln. Wir machen heute 70 Prozent Umsatz mit den 50 meist verkauften Modellen. Aber natürlich bringen wir immer wieder auch Neuheiten auf den Markt.

WA | Interview: Stéphane Gachet

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